Rund 200 Karateka aus ganz Hessen zu Gast in der Wetterau – ein abwechslungsreicher Tag voller Training, Begegnungen und Gemeinschaft.
Bereits zum dritten Mal in Folge übernahmen der Karateverein Friedberg e. V. und der Karateverein Rosbach gemeinsam die Ausrichtung des Verbandstages des Hessischen Fachverbandes für Karate (HfK) in Rodheim. Rund 200 Karateka aus ganz Hessen folgten in diesem Jahr der Einladung in die Wetterau, um gemeinsam zu trainieren, sich auszutauschen und die verbindende Kraft des Karate zu erleben.
Die beiden ausrichtenden Vereine verbindet seit vielen Jahren eine enge Freundschaft, die weit über das gemeinsame Training hinausgeht. Als Trainings- und Kampfgemeinschaft stehen Friedberg und Rosbach regelmäßig gemeinsam auf der Matte. Dass diese Zusammenarbeit auch abseits des sportlichen Geschehens hervorragend funktioniert, stellten die Mitglieder beim diesjährigen Verbandstag erneut unter Beweis. Mit großem Engagement, viel Herzblut und inzwischen bestens eingespielten Abläufen sorgten zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer für einen rundum gelungenen Veranstaltungstag.
Ein gelungener Auftakt
Eröffnet wurde der Verbandstag durch den seit diesem Jahr amtierenden HfK-Präsidenten Markus Seitz, die Vizepräsidentin Christine Heinrich sowie die HfK-Breitensportreferentin Elke Tischer. Sie begrüßten die angereisten Karateka und dankten den beiden ausrichtenden Vereinen für ihr großes Engagement und die Organisation der Veranstaltung.
Im Anschluss richtete Norman Schütz, Geschäftsführer des Karatevereins Rosbach, einige Begrüßungsworte an die Teilnehmenden. Mit einem gemeinsamen Aufwärmtraining unter seiner Leitung starteten die Karateka anschließend sportlich in den Tag.
Hochkarätiges Training und vielfältige Angebote
Auf die Teilnehmenden wartete ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm mit zahlreichen Trainingseinheiten und Angeboten zu unterschiedlichsten Themen rund um den Karatesport.
Dabei konnten die Karateka von der Erfahrung hochkarätiger Trainerinnen und Trainer profitieren. So bot sich unter anderem die Gelegenheit, mit Jasmin Bleul, mehrfacher Deutscher Meisterin und Weltmeisterin in der Disziplin Kata, zu trainieren. Auch Thorsten Steiner, Landestrainer Kata und Ausbildungsreferent des HfK, vermittelte sein Wissen und seine Erfahrung.
Jörg Rippert der Stilrichtungsreferent des Hessischen Fachverbandes für Karate, bereicherte das Trainingsprogramm mit einer Einheit zur Kata Wankan aus dem Shorin-Ryu-Karate. Dabei vermittelte er nicht nur die Techniken und Bewegungsabläufe dieser Kata, sondern gab den Teilnehmenden auch einen interessanten Einblick in die Besonderheiten dieser traditionellen Karatestilrichtung. Eine spannende Gelegenheit, über den Tellerrand der eigenen Stilrichtung hinauszuschauen und neue Impulse für das eigene Training mitzunehmen.
Mit Ludwig „Lutz“ Anders, dem Athletik-Bundestrainer des Deutschen Karate Verbandes (DKV), stand zudem ein ausgewiesener Experte für die athletischen Grundlagen des Karatesports zur Verfügung.
Auch der Nachwuchs kam nicht zu kurz: HfK-Jugendreferent Noel Seitz gestaltete ein speziell auf Kinder bis zwölf Jahre zugeschnittenes Training und sorgte dafür, dass auch die jüngsten Karateka voll auf ihre Kosten kamen.
Ein besonderes Highlight war die Trainingseinheit mit Sensei Gilbert unter dem Titel „Kumite – die Kunst des Abstandes“. Die beiden ausrichtenden Vereine freuten sich ganz besonders, ihn für diesen Verbandstag gewonnen zu haben. In seiner Einheit widmete er sich einem zentralen Aspekt des Kumite und vermittelte auf anschauliche und praxisnahe Weise, welche Bedeutung Distanzgefühl, Timing und Bewegung im Kampf haben.





Neu im Programm: Der Impulsraum
Eine Neuerung des diesjährigen Verbandstages war der sogenannte Impulsraum. Hier stand nicht das praktische Training, sondern der fachliche Austausch im Mittelpunkt.
Interessierte Karateka konnten sich beispielsweise bei Jörg Rippert und Walter Rechel rund um das Thema Prüfungen im Karate informieren und Fragen stellen.
Darüber hinaus bot der Impulsraum Gelegenheit, sich mit weiteren wichtigen Themen des Verbands- und Vereinslebens auseinanderzusetzen. Dazu gehörten unter anderem Frauen im Karate, die Organisation von Meisterschaften, das Kindeswohl im Karatesport sowie die Trainerausbildung beim HfK.
Mit diesem neuen Format wurde der Verbandstag um eine wertvolle Möglichkeit erweitert, sich über das Training hinaus auszutauschen, Wissen zu vertiefen und neue Anregungen für die eigene Vereinsarbeit mitzunehmen.
Erfolgreiche Kyu-Prüfungen zum Abschluss
Den sportlichen Abschluss bildeten auch in diesem Jahr die angebotenen Kyu-Prüfungen. Mehrere Karateka nutzten die Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen und sich den Anforderungen für den nächsten Gürtelgrad zu stellen.
Unter den prüfenden Augen von Renee und Marcus zeigten alle angetretenen Prüflinge überzeugende Leistungen und konnten ihre Prüfung erfolgreich bestehen.
Herzlichen Glückwunsch an alle Karateka zum wohlverdienten nächsten Kyu-Grad!
Gemeinsam stark – ein großes Dankeschön!
Ein solcher Verbandstag ist nur möglich, wenn viele Menschen gemeinsam anpacken. Ob beim Auf- und Abbau, bei der Organisation der Verpflegung, an der Theke, bei der Ausgabe der Wertmarken, bei der Betreuung der Gäste oder bei der Begleitung der Prüfungen – überall waren engagierte Mitglieder beider Vereine im Einsatz.

Marcus Krogmann, 1. Vorsitzender des Karatevereins Friedberg, bedankt sich deshalb auch im Namen der Verantwortlichen ganz herzlich bei allen Helferinnen und Helfern aus Friedberg und Rosbach:
„Was unsere beiden Vereine hier zum dritten Mal gemeinsam auf die Beine gestellt haben, macht mich wirklich stolz. Rund 200 Karateka, ein tolles Programm und eine Organisation, bei der alle mit anpacken und sich aufeinander verlassen können. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt, was eine gelebte Vereinsfreundschaft ausmacht. Mein herzlicher Dank gilt allen, die mit ihrer Zeit, ihrer Energie und ihrem Engagement zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben.“
Ein besonderer Dank gilt auch dem HfK, insbesondere Elke Tischer für die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung des Verbandstages, sowie allen Referentinnen, Referenten und Trainern, die das vielfältige Programm ermöglicht haben.
Der dritte gemeinsam ausgerichtete HfK-Verbandstag hat einmal mehr gezeigt, dass Karate weit mehr ist als nur Sport. Es verbindet Menschen, schafft Freundschaften und lebt vom gemeinsamen Engagement.
Oder, um es mit den Worten von Sensei Gilbert zu sagen:
„Wo Wetterau draufsteht, ist auch Wetterau drin!“
Karateverein Friedberg e. V. & Karateverein Rosbach
Neueste Kommentare